Wie verhält man sich bei einer Autopanne?

Eine wahre Geschichte die bei Facebook zu finden ist. Hier der direkte Link dazu:

Ein schlimmes ErlebnisAutopanne auf vielbefahrener Straße – niemand hat geholfenManuela Principato berichtetEs ist ein Armutszeugnis für meine Mitmenschen aus dem Kreis Kusel, einer Mutter mit Kleinkind, welche durch eine Autopanne auf einer stark befahrenen Landstraße in eine extreme Notsiuation geraten ist, nicht zu helfen! Ich habe vergeblich versucht, mindestens 100 Autos auf der B420 bei Kusel zwischen den beiden Ausfahrten Bledesbach anzuhalten, um Hilfe zu bekommen, sogar einen Fahrradfahrer … aber er winkte ab und fuhr weiter.Als plötzlich auf der Gegenseite Notarzt und Krankenwagen mit Blaulicht und Martinshorn fuhren, wurde mein Auto, welches ja die Fahrbahn blockierte, fast zur Todesfalle für mich und meinen 2-jährigen Sohn … ich hatte den Buggi schon hoch gehoben und wollte mich rückwärts über die Leitplanke fallen lassen , da hatte der Fahrer des weißen Geländewagens aus dem Kaiserslauterner Raum sein Fahrzeug zum Glück wieder unter Kontrolle, aber ich war fix und fertig und nur noch am Zittern .Danach rannte ich über die Landstraße, um endlich den Grünstreifen zu erreichen, denn hinter den Leitplanken war nur abschüssiges Gelände.Zum Glück kam dann durch Zufall ein Streifenwagen vorbei mit zwei sehr netten hilfsbereiten Beamten! Die ganze Situation hat mich doch sehr nachdenklich und traurig gemacht, anscheinend leben wir nur noch in einer Scheuklappengesellschaft.

Posted by Kusel.tv on Montag, 27. März 2017

Ein schlimmes Erlebnis
Autopanne auf vielbefahrener Straße – niemand hat geholfen
Manuela Principato berichtet

Es ist ein Armutszeugnis für meine Mitmenschen aus dem Kreis Kusel, einer Mutter mit Kleinkind, welche durch eine Autopanne auf einer stark befahrenen Landstraße in eine extreme Notsiuation geraten ist, nicht zu helfen!

Ich habe vergeblich versucht, mindestens 100 Autos auf der B420 bei Kusel zwischen den beiden Ausfahrten Bledesbach anzuhalten, um Hilfe zu bekommen, sogar einen Fahrradfahrer … aber er winkte ab und fuhr weiter.

Als plötzlich auf der Gegenseite Notarzt und Krankenwagen mit Blaulicht und Martinshorn fuhren, wurde mein Auto, welches ja die Fahrbahn blockierte, fast zur Todesfalle für mich und meinen 2-jährigen Sohn … ich hatte den Buggi schon hoch gehoben und wollte mich rückwärts über die Leitplanke fallen lassen , da hatte der Fahrer des weißen Geländewagens aus dem Kaiserslauterner Raum sein Fahrzeug zum Glück wieder unter Kontrolle, aber ich war fix und fertig und nur noch am Zittern .
Zum Glück kam dann durch Zufall ein Streifenwagen vorbei mit zwei sehr netten hilfsbereiten Beamten!

Die ganze Situation hat mich doch sehr nachdenklich und traurig gemacht, anscheinend leben wir nur noch in einer Scheuklappengesellschaft.

Möchten Sie solch eine Situation erleben wie diese Mutter?

Wie man an dieser Geschichte sieht, begibt man sich bei einer Panne in Gefahr.

Abhilfe schafft hier der Pannenfächer.

So, jetzt zum Eigentlichen. Wie soll man sich bei einer Panne verhalten.

Warnblinkanlage anschalten

Um andere Verkehrsteilnehmer vor einer möglichen Behinderung zu warnen, sofort bei den ersten Anzeichen einer Panne die Warnblinkanlage anschalten. Sollte die Warnblinkanlage nicht funktionieren weil die Elektrik ausgefallen ist, heißt es in einschlägigen Verhaltensregeln, soll der Beifahrer dem heranfahrenden Verkehr mit Handzeichen signalisieren, dass etwas nicht stimmt. Einfacherer und weitaus sichtbarer ist es hier den Pannenfächer einfach aus dem Autofenster heraus auf das Autodach zu stellen. (Achtung! Nur bei bereits stehendem Fahrzeug, nicht wenn das Auto noch fährt!) Gerade auch wichtig für Gehbehinderte Personen ist der Pannenfächer hier einfach zu bedienen. Bei schlechten Lichtverhältnissen können auch die Scheinwerfer angeschaltet bleiben. Ist dies durch Ausfall der Elektronik nicht möglich, schafft auch hier der Pannenfächer Abhilfe, da er im Dunkeln reflektiert.

Auto sicher parken

Soweit es möglich ist sollte der Autofahrer bei Bemerken eines Defektes am Wagen – soweit das möglich ist – die nächstgelegene Autobahnausfahrt nehmen oder einen Parkplatz aufsuchen. Dies vermindert deutlich die Gefahr für einen Auffahrunfall. Ist es nicht möglich gleich auf einen Parkplatz zu fahren oder die nächste Ausfahrt zu weit ist, sollte der Autofahrer mit gedrosseltem Tempo und eingeschalteten Warnblinkleuchten auf den rechten Seitenstreifen fahren.

Das Auto muss so weit wie möglich an der Leitplanke geparkt werden. Die Räder nach rechts drehen, um bei einem möglichen Auffahrunfall nicht in den Verkehr zu geraten! Lässt sich das Auto nicht mehr auf den Seitenstreifen bewegen da das Auto auf der Fahrbahn liegen bleibt, müssen sich die Insassen per Warnleuchten oder Handzeichen bemerkbar machen. Schneller geht es statt Handzeichen den Pannenfächer aus dem offenen Fenster heraus auf das Autodach zu stellen. So sind alle nachfolgenden Fahrzeuge vor der gefährlichen Situation gewarnt.

Warnweste anziehen

Die Insassen des Autos, auch der Fahrer, verlassen das Auto auf der rechten Seite in Richtung Seitenstreifen. Sofort positionieren sich die Mitfahrer hinter der Leitplanke. Begeben Sie sich niemals aus der sicheren Position, während Sie auf die Pannenhilfe warten! Niemals im Auto sitzen bleiben, man setzt sich sonst dem Risiko aus, von einem anderen Wage erfasst zu werden.

Bevor das Auto verlassen wird, die Warnwesten anziehen. Es sollten immer genügend im Fahrzeug vorhanden sein. Auch den Pannenfächer sollte man hinter dem Beifahrersitz positionieren, damit er sofort zur Hand ist. Zumindest der Fahrer muss eine Warnweste tragen. Es besteht zwar keine Tragepflicht der Westen in Deutschland, sondern nur eine Mitführpflicht. Dennoch sollte man aus Sicherheitsgründen um nicht in Gefahr zu geraten die Weste anziehen.

Warndreieck platzieren

Mit der angezogenen Warnweste geht der Fahrer zum Kofferraum und entnimmt ihm das Warndreieck. Die Hülle des Warndreiecks auf den Beifahrersitz legen, damit man das Warndreieck nicht vergisst. Nun hinter der Leitplanke in entgegengesetzter Fahrtrichtung das Warndreieck in ca. 150 m hinter der Pannenstelle aufstellen. Als Maß können die Leitpfosten verwendet werden, die im Abstand von 50 Metern aufgestellt sind.

Begeben Sie sich nicht in Gefahr, dadurch dass Sie den Schaden allein beheben wollen. Selbst ein geplatzter Reifen darf nur bei ausreichendem Abstand zur Fahrbahn vor Ort gewechselt werden. Jedoch ist selten aber nicht genügend Platz vorhanden.

Hilfe Rufen

Erst wenn das Auto gesichert ist und alle Insassen in sicherer Position wird die Pannenhilfe oder die Polizei verständigt. Ist der Akku leer, kein Empfang oder man hat kein Handy dabei, läuft man zur nächsten Notrufsäule. Die Säulen sind in einem Abstand von maximal zwei Kilometern am Fahrbahnrand platziert.

Pannenfächer aufstellen

Zusätzlich den Pannenfächer mit der Botschaft „Brauche Hilfe“ bzw. „Hilfe kommt“ auf das Autodach stellen. Bei einer Notrufsäule wird neben dem Notruf auch der Standort des Hilfesuchenden gesendet. Durch schwarze Pfeile an den Leitpfosten kann man die Richtung erkennen, die man zur Notrufsäule laufen muss.

Wer eine Pannenhilfe-App auf seinem Handy hat, sollte diese nutzen. Diese Apps senden ein genaues Standortsignal an den Hilfeservice. Telefonieren und auch die App bedienen immer aus der sicheren Position hinter der Leitplanke! Hier warten Sie dann auf Hilfe.

  • Warnblinkanlage einschalten
  • Auto sicher parken
  • Warnweste anziehen
  • Warndreieck platzieren
  • Hilfe rufen
  • Pannenfächer aufstellen