Achtung beim Warndreieckkauf

Gemäß §53a StVZO ist es Pflicht ein Warndreieck im Auto mitzuführen.

Die Qual der Wahl hat, wer ein Warndreieck kaufen möchte. Hier sollte man jedoch nicht am falschen Ende sparen und zu einem Billigprodukt greifen.

Warndreiecke sind in jedem Fachgeschäft für Autozubehör, an Tankstellen, in Kaufhäusern und Supermärkten erhältlich. Alle erhältlichen Warndreiecke entsprechen zwar in ihrer Beschaffenheit den gesetzlichen Vorschriften, doch gibt es deutliche Qualitätsunterschiede.

Im Notfall geht es um die eigene Sicherheit, deshalb sollten Billigprodukte tabu sein.

Warndreiecke müssen den ECE-Regelung R27 entsprechen. Diese schreibt unter anderem exakte Mindestwerte für die Leuchtkraft beim Rückstrahlen und für die Sichtbarkeit am Tag vor. Doch die lichttechnischen Eigenschaften sind nicht die alleinigen Kriterien. So muss ein ECE-R27 Warndreieck 3 Minuten lang einer Windgeschwindigkeit von 60 km/h trotzen, damit es bei stürmischen Wetter nicht sofort umweht.

Alles also schön bürokratisch geregelt. Genauso wie unsere Staatengemeinschaft die maximale Krümmung von Salatgurken regelt.

Die gängigen Modelle bestehen aus drei roten, reflektierenden Balken, die sich zusammenfalten lassen und so ein geringes Packmaß ermöglichen. Macht Sinn, so dass man das Warndreieck platzsparend im Kofferraum verstauen kann. Wie der Name Warndreieck schon sagt, dient es zur Anzeige von Gefahren. Hochwertige Produkte besitzen zwei unterschiedlich beschichtete Seiten.

Hierbei unterscheidet man eine Tagseite, die mit leuchtenden Neonfarben ausgestattet ist. Die sogenannte Nachtseite ist mit zusätzlichen Reflektoren ausgestattet und soll somit auch bei Dunkelheit optimal vor weiteren Unfällen schützen.

Achte beim Kauf eines Warndreiecks auch auf die Stabilität. Und um der Windgeschwindigkeit von 60 km/h stand zu halten, sollte es auch ein gewisses Eigengewicht aufweisen. Oft hat man ja schon mal umgewehte Warndreiecke am Straßenrand gesehen. Es gibt unterschiedliche Standmechanismen. Stabile Modelle sind mit einem ausklappbaren Ständer ausgestattet, der sich zu einem Kreuz aufstellen lässt. Es gibt auch Modelle mit Verstrebungen, die an den Enden nach vorne und hinten ausgerichtet werden können. Falls das aufgestellte Warndreieck zu instabil sein sollte, muss der Standfuß zusätzlich beschwert werden.

Hat man eine Panne, entnimmt man das Warndreieck außerhalb der Gefahrenzone aus der Verpackung und entfaltet es vollständig. Damit man es nicht vergisst, legt man am besten die Verpackung auf den Fahrersitz. Mit Entnahme des Warndreiecks aus dem Kofferraum zieht man sich auch gleich die leuchtende Warnweste an. Um das Warndreieck aufzustellen, geht man das Warndreieck vor sich tragend am äußersten Rand oder neben der Fahrbahn (wenn vorhanden hinter der Leitplanke) dem Verkehr entgegen.

Die nötige Entfernung zur Unfall- oder Pannenstelle ergibt sich aus der Geschwindigkeit des Verkehrs und den örtlichen Gegebenheiten (vor oder hinter Kuppen, Senken und Kurven). Grundsätzlich ist ein angemessener Abstand zu wählen, wobei in der Literatur unterschiedliche Entfernungen empfohlen werden:

  • Bei schnellem Verkehr in einer Entfernung von ca. 100 m
  • Auf Autobahnen in einer Entfernung von mindestens 150 bis 400 m, ausreichend weit vor einer Kurve bzw. Kuppe.
  • Der Auto Club Europa empfiehlt 150 bis 300 m
  • Der ADAC empfiehlt 200 m

Auf Schnellstraßen und Autobahnen kann es sinnvoll sein, zur Überbrückung des Abstandes zur Unfall- oder Pannenstelle ein zweites Warndreieck oder eine Warnleuchte einzusetzen.

Auf Autobahnen sollte das Warndreieck bei einem Unfall am Rand des rechten Fahrstreifens und bei einer Pannenstelle am Rand des Standstreifens aufgestellt werden.

Sobald ein weiteres Warndreieck zur Verfügung steht, sollte bei Straßen mit Gegenverkehr auch dieser entsprechend gewarnt werden.

Bei der Rückkehr zur Unfall- oder Pannenstelle sollte man wieder am äußersten Rand oder neben der Fahrbahn gehen.

Ein großes Manko hat jedoch das Warndreieck; Autofahrer sehen es und wissen nicht, um was für eine Gefahrensituation es sich handelt. Abhilfe schafft hier der Pannenfächer mit seinen 5 Botschaften. So braucht man sich nicht aus seiner sicheren Position bewegen und läuft Gefahr verletzt oder getötet zu werden.

Das Warndreieck und der Pannenfächer sollten im Fahrzeug immer griffbereit liegen, denn im Notfall ist rasches Handeln gefragt.

Holen Sie sich den Pannenfächer jetzt hier

  • Bei schnellem Verkehr in einer Entfernung von ca. 100m
  • Auf Autobahnen in einer Entfernung von mindestens 150 bis 400m, ausreichend weit vor einer Kurve bzw. Kuppe
  • Der Auto Club Europa empfiehlt 150 – 300m
  • Der ADAC empfiehlt 200m

 

Die häufigsten Gründe für Autopannen

Blinkende Warnleuchten, Motorstottern, Rauchbildung: Autopannen sorgen im Alltag und auf Urlaubsreisen für Stress und Ärger. Die Gründe sind oft die gleichen, wie eine Forsa-Umfrage unter deutschen Autofahrer zeigt.

51% der Verkehrsteilnehmer mussten wegen eines Defekts am Fahrzeug bereits einmal eine Pause einlegen. Und das unfreiwillig. Hier die häufigsten 10 Gründe für eine Autopanne:

Platz 10: Beschädigte Kabel

Ein Leckerbissen für Marder sind die Kabel im Motorraum. Die flauschigen Räuber verusachen jährlich Kabelschäden in Millionenhöhe. Fast jeder kennt das. Das Auto war im Freien geparkt und war eine Einladung zum Festmahl für Marder.

Platz 9: Leerer Kühlwasserbehälter

4% der Autobesitzer in Deutschland mussten Ihre Fahrten schon einmal wegen eines leeren Kühlwasserbehälters unterbrechen. Ohne Kühlwasser wird der Motor zu heiß, da das Kühlwasser die Motorwärme aufnimmt und sie über den Kühler an die Außenluft abgibt.  Meist sind undichte Stellen an Schläuchen oder am Kühler. Achtung: Steigt weißer Rauch auf, liegt das Problem häufig bei der Zylinderkopfdichtung.

Platz 8: Leerer Tank

5% der Autofahrer wurden durch einen leeren Tank gestoppt. Eine besonders ärgerliche Panne, die sich doch eigentlich verhindern lässt. Wer auf der Autobahn liegen bleibt weil er kein Benzin oder Diesel mehr hat, riskiert außerdem eine Bußgeldstrafe, weil es scih dabei um eine vermeidbare Verkehrsbehinderung handelt.

Platz 7: Defekte Elektronik

Wegen defekter Elektronik endete für 5% der Autofahrer bereits einmal eine Fahrt. Ob ABS, ESP oder elektronische Kraftstoffeinspritzung: Ausgeklügelte Computertechnik sorgt für mehr Sicherheit und Komfort, kann allerdings auch zu neuen Störungen führen. Heutzutage reicht die Kompetenz von Laien meist nicht für die komplexe Mechatronik, um sich selbst zu helfen.

Platz 6: Probleme mit dem Keilriemen

5% der Autobesitzer in Deutschland kamen wegen eines gerissenen Keilriemens mit ihrem Auto bereits einmal zum Stehen. Der Keilriemen überträgt Kraft vom Motor auf die Nebenaggregate wie Klimaanlagenkompressor, Servolenkung, Hydraulikpumpe oder der Lichtmaschine. Mancher Hobbymechaniker rühmt sich damit, einen gerissenen Keilriemen bereits einmal mit einer Nylonstrumpfhose ersetzt zu haben. Diese Notlösung funktioniert aber nur bei älteren Autos.

Platz 5: Defekte Zündanlage

7% der Autofahrer mussten ihren Wagen wegen einer defekten Zündanlage schon einmal stehen lassen. Schwaches Keuchen und Motorstottern statt satter Sound. Das sind die Anzeigen für eine defekte Zündanlage. Diese Panne lässt sich vermeiden, wenn man die Zündkerzen regelmäßig wechseln lässt. Geschickte Kfz-Besitzer können den Austausch auch selbst durchführen.

Platz4: Defekte Lichtmaschine

7% der Autofahrer kamen wegen einer defekten Lichtmaschine nicht mehr vom Fleck. Sie ist ein wichtiger Generator, der das Auto über den Motor mit elektrischer Energie versorgt und auch die Batterie lädt. Springt der Wagen nicht an, kann dies sowohl an der Lichtmaschine als auch der Batterie liegen. Es lohnt sich im Schadenfall immer beide Bauteile zu überprüfen um einer Panne vorzubeugen.

Platz3: Autobatterie leer

10% der Autobesitzer wurden schon mal von einer leeren Batterie an der Abfahrt gehindert. Diese zu wechseln, bzw. zu überbrücken, ist relativ einfach und sollte zum Repertoire eines jeden Autofahrers  gehören. Ein kurzer Check nach dem Parken lohnt sich, um die Batterie nicht unnötig zu strapazieren. Alle elektrischen Verbraucher wie Scheinwerfer und Radio aus? Dann sollte sich der Wagen auch bei der nächsten Fahrt problemlos starten. Ausgenommen allerdings im Winter. Bei starker Kälte kann es auch schon mal zum Ausfall der  Batterie kommen.

Platz 2: Motorschaden und platter Reifen

23% haben diesen „Worst Case“ unter den Autopannen bereits erlebt. Da hilft in der Regel nur noch der Abschleppwagen. Hier kann ein Schutzbrief von Nutzen sein. Versicherte können damit in Notlagen auf Serviceleistungen zählen. Diese sind Soforthilfe bei Pannen oder Bereitstellung eines Mietwagens.

Peng…! 24% der Autofahrer hatten schon mal einen Reifenschaden erlitten. Platzt der Reifen bei voller Fahrt, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und nicht mit dem Lenkrad zu übersteuern. Mit Not- oder Ersatzreifen kann die kurze Strecke bis zur nächsten Werkstatt zurückgelegt werden. Eine Alternative zum Ersatzrad sind Tirefit-Ausstattungen, also Reifen-Dichtkits mit elektrischen Luftpumpen.

Platz 1: Ausfall der Elektronik

Ebenso gleichauf steht auf Platz 1 der allgemeine Ausfall der Elektronik. Wenn ein Auto liegen bleibt, ist in nahezu jedem zweiten Fall eine Störung der Elektrik, der Elektronik oder der Batterie die Ursache. Das berichten übereinstimmend die professionellen Pannenhelfer der Autoclubs ADAC und ACE.

Dadurch, dass die Sicherheit moderner Autos durch mehr Elektronik als durch Bleck abgesichert ist, kommt es hier auch zu mehr Ausfällen in diesem Bereich. Dazu braucht ein heutiges Auto vor allem einen zuverlässigen Computer.

 

 

Hattest du schon mal eine Panne mit dem Auto?

Je nach Wetter, deinem Aussehen und Laune der anderen Verkehrsteilnehmer hält entweder niemand an oder die Fahrzeuge stoppen im Minuten Takt obwohl dies nicht mehr nötig ist.

Mit dem Pannenfächer kannst du gleich zeigen was Sache ist.

Verschiedene Botschaften ausklappen, aufs Dach des Fahrzeugs stellen und schon weiß jeder Bescheid.

Eine klasse Idee welche in jedes Fahrzeug gehört.

Wie verhält man sich bei einer Autopanne?

Eine wahre Geschichte die bei Facebook zu finden ist. Hier der direkte Link dazu:

Ein schlimmes ErlebnisAutopanne auf vielbefahrener Straße – niemand hat geholfenManuela Principato berichtetEs ist ein Armutszeugnis für meine Mitmenschen aus dem Kreis Kusel, einer Mutter mit Kleinkind, welche durch eine Autopanne auf einer stark befahrenen Landstraße in eine extreme Notsiuation geraten ist, nicht zu helfen! Ich habe vergeblich versucht, mindestens 100 Autos auf der B420 bei Kusel zwischen den beiden Ausfahrten Bledesbach anzuhalten, um Hilfe zu bekommen, sogar einen Fahrradfahrer … aber er winkte ab und fuhr weiter.Als plötzlich auf der Gegenseite Notarzt und Krankenwagen mit Blaulicht und Martinshorn fuhren, wurde mein Auto, welches ja die Fahrbahn blockierte, fast zur Todesfalle für mich und meinen 2-jährigen Sohn … ich hatte den Buggi schon hoch gehoben und wollte mich rückwärts über die Leitplanke fallen lassen , da hatte der Fahrer des weißen Geländewagens aus dem Kaiserslauterner Raum sein Fahrzeug zum Glück wieder unter Kontrolle, aber ich war fix und fertig und nur noch am Zittern .Danach rannte ich über die Landstraße, um endlich den Grünstreifen zu erreichen, denn hinter den Leitplanken war nur abschüssiges Gelände.Zum Glück kam dann durch Zufall ein Streifenwagen vorbei mit zwei sehr netten hilfsbereiten Beamten! Die ganze Situation hat mich doch sehr nachdenklich und traurig gemacht, anscheinend leben wir nur noch in einer Scheuklappengesellschaft.

Posted by Kusel.tv on Montag, 27. März 2017

Ein schlimmes Erlebnis
Autopanne auf vielbefahrener Straße – niemand hat geholfen
Manuela Principato berichtet

Es ist ein Armutszeugnis für meine Mitmenschen aus dem Kreis Kusel, einer Mutter mit Kleinkind, welche durch eine Autopanne auf einer stark befahrenen Landstraße in eine extreme Notsiuation geraten ist, nicht zu helfen!

Ich habe vergeblich versucht, mindestens 100 Autos auf der B420 bei Kusel zwischen den beiden Ausfahrten Bledesbach anzuhalten, um Hilfe zu bekommen, sogar einen Fahrradfahrer … aber er winkte ab und fuhr weiter.

Als plötzlich auf der Gegenseite Notarzt und Krankenwagen mit Blaulicht und Martinshorn fuhren, wurde mein Auto, welches ja die Fahrbahn blockierte, fast zur Todesfalle für mich und meinen 2-jährigen Sohn … ich hatte den Buggi schon hoch gehoben und wollte mich rückwärts über die Leitplanke fallen lassen , da hatte der Fahrer des weißen Geländewagens aus dem Kaiserslauterner Raum sein Fahrzeug zum Glück wieder unter Kontrolle, aber ich war fix und fertig und nur noch am Zittern .
Zum Glück kam dann durch Zufall ein Streifenwagen vorbei mit zwei sehr netten hilfsbereiten Beamten!

Die ganze Situation hat mich doch sehr nachdenklich und traurig gemacht, anscheinend leben wir nur noch in einer Scheuklappengesellschaft.

Möchten Sie solch eine Situation erleben wie diese Mutter?

Wie man an dieser Geschichte sieht, begibt man sich bei einer Panne in Gefahr.

Abhilfe schafft hier der Pannenfächer.

So, jetzt zum Eigentlichen. Wie soll man sich bei einer Panne verhalten.

Warnblinkanlage anschalten

Um andere Verkehrsteilnehmer vor einer möglichen Behinderung zu warnen, sofort bei den ersten Anzeichen einer Panne die Warnblinkanlage anschalten. Sollte die Warnblinkanlage nicht funktionieren weil die Elektrik ausgefallen ist, heißt es in einschlägigen Verhaltensregeln, soll der Beifahrer dem heranfahrenden Verkehr mit Handzeichen signalisieren, dass etwas nicht stimmt. Einfacherer und weitaus sichtbarer ist es hier den Pannenfächer einfach aus dem Autofenster heraus auf das Autodach zu stellen. (Achtung! Nur bei bereits stehendem Fahrzeug, nicht wenn das Auto noch fährt!) Gerade auch wichtig für Gehbehinderte Personen ist der Pannenfächer hier einfach zu bedienen. Bei schlechten Lichtverhältnissen können auch die Scheinwerfer angeschaltet bleiben. Ist dies durch Ausfall der Elektronik nicht möglich, schafft auch hier der Pannenfächer Abhilfe, da er im Dunkeln reflektiert.

Auto sicher parken

Soweit es möglich ist sollte der Autofahrer bei Bemerken eines Defektes am Wagen – soweit das möglich ist – die nächstgelegene Autobahnausfahrt nehmen oder einen Parkplatz aufsuchen. Dies vermindert deutlich die Gefahr für einen Auffahrunfall. Ist es nicht möglich gleich auf einen Parkplatz zu fahren oder die nächste Ausfahrt zu weit ist, sollte der Autofahrer mit gedrosseltem Tempo und eingeschalteten Warnblinkleuchten auf den rechten Seitenstreifen fahren.

Das Auto muss so weit wie möglich an der Leitplanke geparkt werden. Die Räder nach rechts drehen, um bei einem möglichen Auffahrunfall nicht in den Verkehr zu geraten! Lässt sich das Auto nicht mehr auf den Seitenstreifen bewegen da das Auto auf der Fahrbahn liegen bleibt, müssen sich die Insassen per Warnleuchten oder Handzeichen bemerkbar machen. Schneller geht es statt Handzeichen den Pannenfächer aus dem offenen Fenster heraus auf das Autodach zu stellen. So sind alle nachfolgenden Fahrzeuge vor der gefährlichen Situation gewarnt.

Warnweste anziehen

Die Insassen des Autos, auch der Fahrer, verlassen das Auto auf der rechten Seite in Richtung Seitenstreifen. Sofort positionieren sich die Mitfahrer hinter der Leitplanke. Begeben Sie sich niemals aus der sicheren Position, während Sie auf die Pannenhilfe warten! Niemals im Auto sitzen bleiben, man setzt sich sonst dem Risiko aus, von einem anderen Wage erfasst zu werden.

Bevor das Auto verlassen wird, die Warnwesten anziehen. Es sollten immer genügend im Fahrzeug vorhanden sein. Auch den Pannenfächer sollte man hinter dem Beifahrersitz positionieren, damit er sofort zur Hand ist. Zumindest der Fahrer muss eine Warnweste tragen. Es besteht zwar keine Tragepflicht der Westen in Deutschland, sondern nur eine Mitführpflicht. Dennoch sollte man aus Sicherheitsgründen um nicht in Gefahr zu geraten die Weste anziehen.

Warndreieck platzieren

Mit der angezogenen Warnweste geht der Fahrer zum Kofferraum und entnimmt ihm das Warndreieck. Die Hülle des Warndreiecks auf den Beifahrersitz legen, damit man das Warndreieck nicht vergisst. Nun hinter der Leitplanke in entgegengesetzter Fahrtrichtung das Warndreieck in ca. 150 m hinter der Pannenstelle aufstellen. Als Maß können die Leitpfosten verwendet werden, die im Abstand von 50 Metern aufgestellt sind.

Begeben Sie sich nicht in Gefahr, dadurch dass Sie den Schaden allein beheben wollen. Selbst ein geplatzter Reifen darf nur bei ausreichendem Abstand zur Fahrbahn vor Ort gewechselt werden. Jedoch ist selten aber nicht genügend Platz vorhanden.

Hilfe Rufen

Erst wenn das Auto gesichert ist und alle Insassen in sicherer Position wird die Pannenhilfe oder die Polizei verständigt. Ist der Akku leer, kein Empfang oder man hat kein Handy dabei, läuft man zur nächsten Notrufsäule. Die Säulen sind in einem Abstand von maximal zwei Kilometern am Fahrbahnrand platziert.

Pannenfächer aufstellen

Zusätzlich den Pannenfächer mit der Botschaft „Brauche Hilfe“ bzw. „Hilfe kommt“ auf das Autodach stellen. Bei einer Notrufsäule wird neben dem Notruf auch der Standort des Hilfesuchenden gesendet. Durch schwarze Pfeile an den Leitpfosten kann man die Richtung erkennen, die man zur Notrufsäule laufen muss.

Wer eine Pannenhilfe-App auf seinem Handy hat, sollte diese nutzen. Diese Apps senden ein genaues Standortsignal an den Hilfeservice. Telefonieren und auch die App bedienen immer aus der sicheren Position hinter der Leitplanke! Hier warten Sie dann auf Hilfe.

  • Warnblinkanlage einschalten
  • Auto sicher parken
  • Warnweste anziehen
  • Warndreieck platzieren
  • Hilfe rufen
  • Pannenfächer aufstellen

Als Ersthelfer bei einer verletzen Person am Unfallort…

….immer eine nicht ganz einfache Situation für alle Beteiligten. Auch wenn jeder, der mit dem Auto unterwegs ist, den „Erste Hilfe-Kurs“ absolviert hat und somit mit den sogenannten „Sofortmaßnahmen am Unfallort“ vertraut sein sollte. Bei einigen ist dieser Kurs schon viele Jahre her und eine Auffrischung wurde nicht gemacht.

Jeder bekommt schon in der Fahrschule vermittelt, dass erst alles abgesichert sein muss, um die Unfallstelle und natürlich sich selbst zu schützen. Ok, Warndreieck aufstellen, Warnweste anziehen… Das allein kann schon zur Herausforderung werden, wenn es eine verletzte Person zu versorgen gibt. Schließlich möchte man keine Zeit verlieren.

Sich eine Übersicht verschaffen über die verunfallte Person. Notruf tätigen. Wenn man Glück hat, kommt der Notarzt sehr schnell. In der Zwischenzeit gilt es, das Leben der/des Verletzten zu retten. Da braucht man mitunter starke Nerven, ohne dass jetzt hier auf weitere Szenarien eingegangen wird.

Nur vielleicht soviel: Stell Dir vor, Du findest zwei oder mehr Personen vor, die schnell Hilfe benötigen. Blutungen die gestillt werden müssen, Personen ohne Lebenszeichen, jemand mit einem Schock, Kinder die beruhigt werden müssen usw.

Was tust Du zuerst wenn Du allein in dieser Situation bist und während Du auf den Notarzt wartest? Diese Situation ist gar nicht so selten und überfordert maßlos.

Eine hilfreiche Unterstützung kann hier der Pannenfächer sein. Einfach die Nachricht „Brauche Hilfe“ positionieren. Niemand, der ein Gewissen hat, fährt hier vorbei, denn das ist unterlassene Hilfeleistung! „Brauche Hilfe“ ist ein eindeutiges Signal, gleichbedeutend mit dem gesprochenen Wort.

Auch im umgekehrten Fall, Du selbst brauchst Hilfe aus irgendwelchen Gründen. Woher sollen vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer es wissen? Wenn Du Dich winkend auf die Straße stellst, in der Hoffnung, es hält jemand an, bringst Du Dich und andere in Gefahr.

Nicht selten passieren dadurch schlimme Unfälle, die hätten vermieden werden können. Möglicherweise bist Du auch gar nicht in der Lage dazu. Einfach die Nachricht „Brauche Hilfe“ aufs Dach. Innerhalb weniger Minuten bekommt man Hilfe.

Abschließend noch ein paar Zahlen aus dem Jahr 2016 zum Thema Verkehrsunfälle lt. Statistisches Bundesamt:

Erfasst wurden 2,6 Millionen Straßenverkehrsunfälle.

Dabei gab es 3.206 Unfalltote, das sind durchschnittlich 9 Menschen am Tag.

396.666 Verkehrsteilnehmer wurden verletzt.

Möglicherweise kann bald eine Statistik herausgegeben werden, wie viele Folgeunfälle durch den Pannenfächer vermieden werden konnten. Wie viele Menschenleben gerettet werden konnten, weil man mit dem Pannenfächer darauf hingewiesen hat, dass Hilfe benötigt wird.

Du wirst sofort gesehen! Gib eine klare Botschaft weiter mit dem Pannenfächer mit seinen 5 Botschaften.

Auch in der Dunkelheit erkennt man diese Nachricht durch die reflektierende Schrift.

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  • Bei Erkennen eines Unfalls sofort anhalten
  • Warnblinkanlage anschalten
  • Unfallfolgen prüfen → Verletzte → Sachschaden
  • Warndreieck aufstellen (auf Bundesstraße mindestens 50m, auf Autobahnen 100m)
  • Pannenfächer aufstellen mit Botschaft „Brauche Hilfe“
  • Wenn die Situation es erlaubt, sofort den Unfall unter der Rufnummer 110 melden oder Meldung veranlassen – Wo? → Was? → Wieviel?
  • Dann um Verletzte kümmern
  • Verletzte sofort in stabile Seitenlage bringen
  • Verletzte, die unter Schockwirkung stehen, sollten zur Stabilisierung des Kreislaufs flach mit hochgehobenen Beinen gelagert werden
  • Bei Bagatellfällen, z.B. Blechschäden, die Straße für den nachfolgenden Verkehr möglichst schnell freigeben
  • Nie den Unfallort ohne Angabe des Namens und der Anschrift verlassen
  • Unfallspuren dürfen erst beseitigt werden, wenn sie von der Polizei ausgewertet worden sind
  • Mindestens 1 mal im Jahr sollte der für das Auto vorgeschriebene Verbandskasten daraufhin überprüft werden, ob der Inhalt noch vollständig ist
  • Frischen Sie Ihren Erste Hilfe Kurs auf